Schützenkaiser 2012: Günter Prillwitz

Mit Günter Prillwitz, steht der zweite Kaiser in der Geschichte der St. Petri-Bruderschaft Oebel-Gelagweg an der Spitze der Schützen. Was die Oebeler in 225 Jahren erlebten und wie sie feierten, davon berichtet die aktuelle Festschrift zum Jubiläum. Eigentlich hätte die St. Petri-Bruderschaft Oebel-Gelagweg schon im vergangenen Jahr ihr 225-jähriges Bestehen feiern müssen. Denn die Bruderschaft gibt es seit 1786. Doch da wir ja im Wechsel mit unseren Freunden der St. Nikolaus-Bruderschaft alle zwei Jahren unser Schützenfest durchführen, können wir halt erst in diesem Jahr feiern, erläutert Wolfgang Jakobs, 1. Vorsitzender der Petri- Schützen, in seinem Grußwort zur Festschrift. Die ziert auf dem Titel ein Bild des Oebeler Kapellchens, und trägt die Handschrift von Johann Josef Föhles, der seit über 25 Jahren der Bruderschaft angehört. Der Künstler hat für die Festschrift auf rund 70 Seiten die passenden Bilder mit den Geschichten der Oebeler Bruderschaft zusammengeführt. „ Abwechslungsreich, macht neugierig und ist spannend ", so urteilt Helmut Schroers, Geschäftsführer der Petri Schützen, über das Heft.

Bezirkskönig: Günter Prillwitz

Beim Vogelschuss des Bezirksverbands Schwalmtal-Brüggen traten zehn Könige aus 18 Bruderschaften an. Der derzeit amtierende Kaiser von Oebel, Günter Prillwitz, schoss mit dem 146. Schuss das Tier von der Stange. Jubel brach aus, als Günter Prillwitz den Vogel abschoss. Mit dem 146. Schuss im 14. Durchgang hatte der Kaiser der St.Petri-Bruderschaft Oebel-Gelagweg das entscheidende Teilchen heruntergeholt. Die Konkurrenz war groß gewesen: Zehn Könige aus 18 Bruderschaften schossen am Ende noch auf dem Bolzplatz am Feuerwehrgerätehaus in Brüggen um die Königswürde. Im Festjahr des 225-jährigen Bestehens der St.-Petri-Bruderschaft machte der Kaiser "seinen" Oebelern nun eine besondere Freude: Er wurde jetzt auch zum neuen König des Bezirksverbands Schwalmtal-Brüggen gekürt."Was ich einmal anfange, bringe ich auch zu Ende", hatte Prillwitz zuvor angekündigt. Mit ihm freut sich Kaiserin Ingrid, die mit den Königinnen aus dem Bezirksverband bei Kaffee und Kuchen im Brüggener Pfarrzentrum saß. Der 62-jährige Günter Prillwitz freute sich besonders, dass es ihm im siebten Anlauf nun gelang, den Titel zu holen, der ihm in seiner "Sammlung" noch fehlte.

Zähen Vogel mit Leimholz gebaut

Der Vogel hatte sich als besonders zähes Tier präsentiert. "Wir hatten keinen Leimbinder mehr und mussten stattdessen Leimholz nehmen", erklärte Kaiseradjutant Stefan Erkens, der zum ersten Mal gemeinsam mit dem roten Husaren Jörg Stauder den Vogel gebaut hatte. Mit dem Vogelschuss habe man soeben "die Zeit bis zum Festzug gut überbrücken können", fand Erkens schmunzelnd. Organisatorisch habe alles gepasst, sagte auch Geschäftsführer Helmut Schroers von der St.-Petri-Bruderschaft

Schützenkaiserpaar: Ingrid und Günter Prillwitz

Ministerpaar: Herbert und Marlene Engels

Ministerpaar: Gabriele und Bernd Riedel

Vom 15. bis zum 19. Juni feiert die St. Petri-Bruderschaft Oebel-Gelagweg 1786 e.V. mit ihrem Kaiser Günter Prillwitz und den Ministern Herbert Engels und Bernd Riedel das traditionelle Bezirks-Schützenfest, diesmal verbunden mit den Feierlichkeiten zum 225-jähriges Vereinsjubiläum. Stolz sind die Oebeler, dass sie zu dieser Festlichkeit gleichzeitig auch ein Kaiser-Schützenfest feiern können.Zum Auftakt der Feierlichkeiten findet am Freitag die beliebte „Pre-Summer- Party“ im Festzelt statt. Die bekannte Band „PLAN B“ wird den Jugendlichen und Junggebliebenen ordentlich einheizen. Karten geben es im Vorverkauf in der Gaststätte „dr Jeetepött“, Tel. 02163 – 5131, und bei den Jugendvorstands- mitgliedern. Am Samstag, 16. Juni beginnen die Fahnen- Schwenkermeisterschaften, des Bezirksverbandes Schwalmtal-Brüggen e.V. ab 9.30 Uhr in der Turnhalle in Bracht, Südwall 11. Auf dem Bolzplatz am Deichweg beginnt gegen 13.45 Uhr der Bezirksvogelschuss des Bezirksverbandes Schwalmtal-Brüggen e.V. Es folgt der große Festumzug nach Oebel, der mit dem Vorbeimarsch an den Ehrengästen endet. Nach dem Umzug wird im Festzelt in Oebel der neue Bezirkskönig gekürt und die Standarte übergeben. Um 17:45 Uhr marschieren die Schützen zum Friedhof, wo um 18:30 Uhr die Kranzniederlegung und der „Große Zapfenstreich“ stattfinden werden.

Der Abend steht ganz im Zeichen des Schützenballs mit der Band Abstrakt. Die St.-Petri Schützen freuen sich auf die Gastbruderschaften aus Overhetfeld, Lüttelbracht-Genholt und Born.

Am Sonntagmorgen ist nach dem Wecken der Schützenbrüder um 07:30 Uhr Antreten am Festzelt. Nachdem der Kaiser und seine Minister abgeholt werden, feiern die Bruderschaftler in der Pfarrkirche St. Nikolaus Brüggen um 9.00 Uhr das Festhochamt. Dabei wird auch das neue Ministersilber gesegnet.

Auszeichnungen verdienter Schützen

Im Festzelt finden anschließend der musikalische Frühschoppen und die Auszeichnung verdienter Schützenbrüder statt. Ab 14:00 Uhr beginnt der Klompenball mit der Blasmusikkapelle „dr` Boereroad“ und der Band „Abstrakt“. Es gibt Kaffee, selbstgebackenen Kuchen und diverse Spielmöglichkeiten für die Kinder. Am Montag beginnt um 17:45 Uhr der Festumzug durch die Sektion mit anschließen der Parade vor der Gaststätte Lennartz. Höhepunkt des Abends ist der „Kaiser-Gala-Ball“ mit der Band „Abstrakt“, bei dem auch die befreundeten Bruderschaften aus Brüggen, Laar und Boerholz-Alst zu Gast sind.

Am Dienstag um 15:30 Uhr ahndet das Ehrengericht die „Verfehlungen“ einzelner Bruderschaftler. Ab 18:00 Uhr wird am Feuerwehrgerätehaus auf dem Deichweg der neue Schützenkönig.

Zum 225- jährigen Jubiläum wurde das Ehrenbanner überreicht.

Vor der traditionellen Maiversammlung trafen sich die Oebeler Bruderschaftler zu der von Diakon Wolfgang Türlings zelebrierten Maiandacht an der Marienkapelle. Bei der anschließend vom 1. Vorsitzenden Wolfgang Jakobs geleiteten Versammlung in der Gaststätte "dr Jeetepött" stand die Vorstellung des neuen Offizierscorps im Vordergrund. Der stellvertretende Diözesanbundesmeister Franz Rosenberger überreichte der Bruderschaft das Festbanner des Bundes zum 225-jährigen Jubiläum.

Stellv. Diözesanbundesmeister Franz Rosenberger (r.) überreicht das Festbanner zum 225-jährigen Jubiläum. V.l.n.r. Geschäftsführer Helmut Schroers, Schützenkaiser Günter Prillwitz, Fahnenjunker Mark Pollen, 1. Vorsitzender Wolfgang Jakobs.