Schützenkönig 1994: Werner Müller

Wenn der Chef selbst den Königsrock anzieht, muss es ein tolles Schützenfest werden. So ist es noch bis Dienstag bei der Bruderschaft Oebel-Gelagweg, wo der Vorsitzende Werner Müller als König mit den Ministern Konrad Böken und Martin Coenen residiert. Die gesamte Hohnschaft scheint mitzumachen, wenn Trommeln und Pfeifen erklingen, Anwohner Straßen schmücken und prunkvolle Bögen an Hauseingängen von wichtigen Ämtern der Bewohner Zeugnis geben. Auf dem Friedhof erinnerte Präses Willfried Rotthauwe in seiner Ansprache. An das täglich in der Presse erscheinende Bild von Gewalt, Krieg und Terror. Er forderte die Bruderschaftler auf, nicht Menschen des Augenblicks zu sein, sondern massiv für Menschlichkeit, Frieden und Solidarität einzutreten

Nach einem festlichen Hochamt am Sonntag und einem Frühschoppen im Zelt stand am Nachmittag der große Festzug im Mittelpunkt. Höhepunkt Festes war der abendliche Königs-Gala-Ball. Heute findet ab 13 Uhr der traditionelle Klompenball statt.

Morgen beginnt der Tag mit einem Frühschoppen im Festzelt. Gegen 18.00 JÚhr ziehen die Bruderschaftler auf die Wiese am Feuerwehrgerätehaus um dort durch den Vogelschuß einen neuen König zu ermitteln. Beim gewischen" im Mai hatte Geschäftführer Helmut Schroers den ausgeputzt. Damit gilt er als einer der Anwärter auf die Königswürde.

Schon am Freitagabend begannen die festlichen Tage mit einer „OldieNight" im Festzeit am „Jetepött", bei der die Band „Timeless" für einen passenden musikalischen Rahmen sorgte. Samstagnachmittag zogen die Bruderschaftler nach der Errichtung des Konigsmaien zum Ehrenmal auf dem Friedhof, um dort den „Großen Zapfenstreich" zu Ehren der Verstorbenen abzuhalten. Präses Wilfried Rötthauwe erinnerte in seiner Ansprache an das täglich in der Presse erscheinende Bild von Gewalt, Krieg und Terror. Er forderte die Bruderschaftler auf, nicht „Menschen des Augenblicks" zu sein, sondern massiv für Menschlichkeit, Frieden und Solidarität einzutreten.

Anschließend ging es im Festzug - auch diesmal wieder mit einer starken Abordnung der befreundeten Schützen aus Essen-Ost - durch Oebel. Am Abend wurde ein zünftiger Schützenball mit vielen Mitgliedern befreundeter Bruderschaften gefeiert. Bei der Gelegenheit wurden langjährige und verdiente Mitglieder geehrt. Den Hohen Bruderschaftsorden erhielten Konrad Böken und Karl Willi Heffels, das silberne Verdienstkreuz Werner Müller und Helmut Schroers. Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden Robert Vogt, Kurt Braatz, Herbert Wagener, Lorenz Hillesheim, Willi Houben,Hermann Erkens, Hermann Heynkes, Ferdinand Hastenrath, Andreas Rütten und Josef van Dyck geehrt.