Schützenkönig 1959: Peter Neikes

Als die Kränzer und Kränzerinnen am Samstag zu Beginn der Schützenfeierlichkeiten die Häuser der Würdenträger der Bruderschaften schmückten, schickten sie manchen sorgenvollen Blick zum wolkenverhangenen Himmel. Sonntags beim Wecken aber zeigte der Himmel dann doch etwas Blau. Trommelgetön und Pfeifenklang erschallten in den Straßen und Gassen von Oebel-Gelagweg, bis die Bruderschaft voran die Berittenen, in stattlicher Formation ihrem König Peter Neikes mit seinen Ministern Heinrich Hintzen und Heinrich Hautzer das Geleit zur Kirche gaben. Zug um Zug Uniformierter und Schwarzgekleideter folgten. Nach dem Hochamt und der Gefallenenehrung auf dem Friedhof wurden beim Frühschoppen im Festzeit den Schützenbrüdern Jakob Heffels, Martin Peters und Paul Winckens für 5ojährige Mitgliedschaft Urkunden überreicht. Am Nachmittag folgte mit der Königsparade der Höhepunkt des Schützen- festes. Das dabei auch der Humor nicht zu kurz kam, gab der Parade ihre besondere Note, so stolzierten einige des letzten Zuges, der im Volksmund der „Schlüfgeszug“ genannt wird, brav und untertänig an ihrem hohen Herrn, der sehr huldvoll dazu lächelte, auf Pantoffeln vorbei. Zu ihrem Nachteil hat dieses der Spieß Arnold Jakobs in seinem Meldebuch notiert. Wer nach der Parade die Straße entlang ging, konnte feststellen, das Pferde am Umzug teilgenommen haben. Goldjubelpaar Winckens mit Offizieren und Kommunionkindern Die Tanzveranstaltungen im Festzeit in den Anlagen der Gaststätte Lennartz waren an allen Tagen gut besucht, nur die Besucherzahl beim Wein- ball ließ etwas zu wünschen übrig. Umsatzmäßig merkte man die Unterbesetzung aber nicht. Besonders am Königstisch floss der Wein reichlich, das auch darauf zurückzuführen ist, dass Oebeler Wein wie Bier trinken. Mit dem Uniformabgeben am Mittwoch endete das Schützenfest.