Schützenkönig 1974: Gerhard Hintzen

Zwei Wochen vor dem Schützenfest musste Simon Bollmann schweren Herzens aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als Schützenkönig an Gerhard Hintzen, der sich Josef Jansen und Franz Cieslik als Minister ausgesucht hatte, abgeben. Ein vorhergegangenes Unwetter hatte mehrere Keller unter Wasser gesetzt und hinderte einige Schützenbrüder, unter ihnen Fähnrich Wilfried Vogt, am ersten Umzug teilzunehmen. Zuerst ging es zur Wohnung des Fähnrichs, zum Prinzen Bernhard Peters und anschließend zur Residenz des Königs, um dort den Königsmaien zu errichten. Im Verlauf des Abends wurden für besondere Verdienste Josef Hautzer, Otto Hillebrand, Karl Peckruhn, (Simon Bollmann war auch vorgesehen, fehlte aber wegen Krankheit, die Ehrung sollte zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden) mit dem silbernes Verdienstkreuz ausgezeichnet. Für 5Ojährige Mitgliedschaft wurden Karl Peckruhn und Mathias Coenen Urkunden überreicht. Es ist schon bekannt, daß die stattlichsten Aufzüge sonntags zum Hochamt stattfinden. Die Gastbruderschaften St. Nikolaus Brüggen und die Maria Bruderschaft aus Overhetfeld hatten sich dem Umzug angeschlossen. Nach dem Gottesdienst ging es geschlossen zum Ehrenmal um für die 65 Millionen Gefallenen der beiden Weltkriege einen Kranz niederzulegen. Der große Zapfenstreich musste leider wegen eintretendem Regen ausfallen. Nachmittags sammelten sich die Schützen wieder zu einem Umzug, zu dem auch die befreundeten Bruderschaften aus Laar und Börholz erschienen waren. Wegen Regen mußte der Umzug dann leider ausfallen. Bemerkenswert ist, daß gerade an diesem Nachmittag die Ausscheidungsspiele der Fußball WM im Fernsehen übertragen wurden. Vorsorglich hatte der Vorstand 2 Fernseher aufstellen lassen. Die Gäste der Bruderschaft blieben somit im Festzeit, was für den Umsatz sehr gut war. Glücklicherweise konnte wenigstens die Parade am Montag durchgeführt werden. Die Tanzveranstaltungen, wobei die Swing-Boys den Takt angaben, besonders der Weinbau am Montagabend, waren sehr gut besucht. Zur späten Stunde des Weinbaus dankte aus Altersgründen Karl Peckruhn als Generalfeldmarschall ab, er übergab den Marschallstab an seinen Nachfolger Robert Vogt. Kurz vor dem letzten Umzug am Dienstag erreichte uns die Nachricht, dass Simon Bollmann verstorben ist und somit war die Stimmung sofort bei allen Beteiligten gedrückt. Der Prinz Bernhard Peters hatte sich Manfred Veckes und Hans-Josef Franken als Adjutanten ausgesucht.

Offiziere zum Schützenfest 1974

Generalfeldmarschall: Karl Peckruhm

Marineoffizier: Heiner Hintzen

General: Peter Thyssen Adjutant: Wolfgang

Jakobs Major: Josef Hautzer Adjutant: Manfred Thyssen

Oberst: Robert Vogt Adjutant: Karl-Willi Heffels

Hauptmann: Rudolf Düsterwald Adjutant: Herbert Jansen

Jägerhauptmann: Heinz Willi Theloy

Spieß: Arnold Jakobs

Zugführerin rote Husarinnen: Doris Mangels

Leutnant: Jakob Heffels

Fahnenoffiziere: Wilfried Vogt, Hermann Nattkamp und Dieter Meier

Königsadjutant: Franz-Josef Neuenhofen